Block Beuys in anderen Ausstellungen
Ausstellungen zwischen 1967 und 1981
Bevor Block Beuys – nach der richtungsweisenden Ausstellung im Städtischen Museum Abteiberg in Mönchengladbach und der vollständigen Übernahme durch den Unternehmer Karl Ströher (1890–1977) – im Hessischen Landesmuseum Darmstadt eingerichtet wird, geht er vollständig oder in Teilen bis 1981 auf Tournee.
Nach dem Tod von Joseph Beuys im Jahr 1986 werden keine weiteren Werke aus Block Beuys zu Ausstellungszwecken entnommen.1
1968
23. März – 5. Mai 1968
BEUYS
Das Stedelijk Van Abbemuseum in Eindhoven (Niederlande) zeigt die in Mönchengladbach ausgestellten Werke von Joseph Beuys im Frühjahr 1968.
15. Juni–9. August 1968
Sammlung Karl Ströher
Mit Unterstützung der beiden Galeristen Heiner Friedrich (*1938) und Franz Dahlem (1938–2025) wird eine Ausstellung des Galerie-Vereins in der Neuen Pinakothek, Haus der Kunst in München möglich, die eine gewaltige Presseresonanz hervorruft.
Foto: Ausstellung des Galerie-Vereins in der Neuen Pinakothek, Haus der Kunst, München 1968 (unter anderem mit den Werken Transsibirische Bahn und Szene aus der Hirschjagd)
1968
27. Juni – 6. Oktober 1968
documenta 4
Im Sommer desselben Jahres nimmt Joseph Beuys mit neuen Werken für Block Beuys an der documenta 4 in Kassel teil.
Foto: Beuys mit seinem Werk LICHAMEN / Körper (Kupfer, Lerinwand, Filz) auf der documenta 4, 1968
1968
24. August – 6. Oktober 1968
Sammlung Karl Ströher
Im Kunstverein Hamburg ist Block Beuys mit den in Kassel hinzugekommenen Werken zu sehen.
Foto: Beuys vor der Vitrine Auschwitz-Demonstration in der Ausstellung des Kunstvereins Hamburg, 1968,
1969
29. Januar – 31. Februar 1969
Joseph Beuys FOND III
Nachdem Joseph Beuys FOND III in der Galerie Schmela des Düsseldorfer Galeristen Alfred Schmela (1918–1980) gezeigt hat, fügt er auch dieses Werk Block Beuys hinzu.
1. März – 4. April 1969
Sammlung Karl Ströher
In der Neuen Nationalgalerie Berlin ist das gesamte obere Stockwerk des ein Jahr zuvor eröffneten Gebäudes von Mies van der Rohe (1886–1969) exklusiv den Werken von Joseph Beuys und Andy Warhol (1928–1987) vorbehalten.
25. April – 15. Mai 1969
Sammlung Ströher. Teil I Beuys. Deutscher Beitrag
Die Kunsthalle Düsseldorf präsentiert in einem ersten Teil die Werke von Joseph Beuys, in einem sich kurz daran anschließenden Teil II die Pop Art aus der Sammlung Ströher als: Amerikanischer Beitrag.
16. November 1969 – 11.1.1970
Joseph Beuys. Werke aus der Sammlung Karl Ströher
Nachdem der Vorstand der Kunsthalle Bern im Sommer 1969 dem Kurator Harald Szeemann (1933–2005) verboten hat, diese Ausstellung zu zeigen, übernimmt sie das Kunstmuseum Basel.
Foto: Ausstellungsaufbau im Kunstmuseum Basel, 1969, mit FOND II (10 Teile) und Hochspannungs-Hochfrequenz-Generator von FOND II (Detail), im Hintergrund FOND III
1970
24. Januar – 22. Februar 1970
TABERNAKEL (Gruppenausstellung)
Das Louisiana Museum, Humlebæk (Dänemark) integrierte zentrale Werke aus Block Beuys in diese Ausstellung. Dort entsteht auch der Film Transsibirische Bahn. Aktion für die Kamera.
1979
2. November 1979 – 2. Januar 1980
Joseph Beuys
Nach der Einrichtung von Block Beuys in Darmstadt wird dieser 1979 noch einnmal für die große Beuys-Retrospektive im Solomon R. Guggenheim Museum in New York auf Reisen geschickt.
Foto: Ausstellungsplakat zur Gruppenausstellung im Louisiana Museum, Humlebæk, 1970 (Detail)
1981
29. Mai – 16. August 1981
Westkunst – zeitgenössische Kunst seit 1939
Die in den Rheinhallen der Messe Köln ausgerichtete Gruppenausstellung wird von Kasper König (1943 – 2024) und László Glózer (*1936) kuratiert. Sie integrieren darin die Werke gummierte Kiste, warmer Stuhl mit Filzsohle, Eisensohle und Magnet sowie meiner Lieben verlassener Schlaf aus Block Beuys.
Foto: Doppelseite aus dem AusstellungskatalogWestkunst, 1981
(1) Als Beuys' Privatsekretär Heiner Bastian (*1942) im Jahr 1988 für eine Beuys-Ausstellung im Berliner Martin-Gropius-Bau Werke aus Block Beuys ausleihen wollte, entbrannte eine Diskussion darüber, ob ein solcher Eingriff in den Werkkomplex zulässig sei. Schließlich hatte Beuys ihn zu Lebzeiten persönlich eingerichtet und betreut. Kritiker warfen Bastian vor, eine »originale Beuys-Installation« leichtfertig zerstören zu wollen. Daraufhin verzichtete Berlin auf die Darmstädter Leihgaben. Zeitgleich präsentierte das Hessiche Landesmuseum Darmstadt die Ausstellung Beuys und Warhol in Raum 1 von Block Beuys.