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Zeitzeugen

Der Galerist Heiner Friedrich

»Was nach Ströhers Tod verkauft wurde, war der kommerzielle, sogenannte Wirtschaftsraum, nicht die Kunst.«

Heiner Friedrich (*1938), Galerist und Berater Karl Ströhers (1890–1977), verfolgt früh die Idee ortsbezogener Kunst – unter anderem als Initiator der Dia Art Foundation, New York. Er will Kunstwerken einen dauerhaften Platz geben, statt sie immer wieder auf- und abzuhängen und von einer Ausstellung zur nächsten zu transportieren.

So bleibt er auch der Überzeugung, dass Block Beuys sich allen Umzugsideen widersetzt hat. Auf Grund dessen, dass Künstler wie Joseph Beuys, Walter De Maria (1935–2013), Palermo (1943–1977) oder Dan Flavin (1933–1996) zunächst weniger berühmt und damit auf dem Kunstmarkt weniger nachgefragt waren, wirkte sich das positiv auf eine längerfristige Verortung ihrer Werke aus.

Für Friedrich lebt Kunst von ihrer Präsenz im Raum. Die gegenwärtige Begegnung inspiriere Kunst wie Betrachtende gleichermaßen. Dagegen sei »dieses ganze kunsthistorische Theater völlig unwichtig«.

Foto: Heiner Friedrich, 1968