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1940–1959

Soldat und Kunststudium

© VG Bild-Kunst, Bonn 2026

1940–1945

Mit 19 Jahren meldet sich Beuys freiwillig zur Luftwaffe. Der spätere Tierfilmer Heinz Sielmann (1917–2006) bildet ihn zum Bordfunker aus.
Als Funker und Bordschütze eines Sturzkampfgeschwaders ist er in Süditalien, Kroatien und der Ukraine im Einsatz.

1944 stürzt Beuys bei Schlechtwetterlage auf der Krim ab und erleidet schwere Verletzungen – ein einschneidendes Erlebnis. Nach der deutschen Kapitulation gerät er in britische Kriegsgefangenschaft.

Foto: Joseph Beuys bei der Luftwaffe, 1943

Foto: Günter Steins 1954 © Stiftung Museum Schloss Moyland

1946–1953

Joseph Beuys beginnt sein Studium der Malerei und Bildhauerei an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Joseph Enseling (1886–1957) und Ewald Mataré (1887–1965), dessen Meisterschüler er 1951 wird. In dieser Zeit lernt er die Ideenwelt des österreichischen Anthroposophen Rudolf Steiner (1861–1925) kennen.
Gemeinsam mit Erwin Heerich (1922–2004) bezieht Beuys bis zur Exmatrikulation (1954) ein Atelier unter dem Dach der Akademie.

Die Brüder Hans (1929–2002) und Franz Joseph van der Grinten (1933–2020) erwerben erste Arbeiten von Beuys und präsentieren 1953 seine erste Einzelausstellung in ihrem Haus in Kranenburg.

Foto: Hans und Franz-Joseph van der Grinten, 1954

Foto: Fritz Getlinger © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

1955–1957

Eine schwere körperliche und seelische Krise zwingt Beuys zu zwei psychiatrischen Aufenthalten in Düsseldorf und Essen.1 Unter diesen Umständen entsteht seine Theorie der sozialen Plastik.

Beuys verbringt mehrere Monate zurückgezogen auf dem Hof der Familie van der Grinten. Hier beschäftigt er sich mit natur- und kunstwissenschaftlichen Schriften von Novalis (1772–1801), Rudolf Steiner und James Joyce (1882–1941).

Foto: Joseph Beuys, 1950

© VG Bild-Kunst, Bonn 2026

1958–1959

Joseph Beuys beteiligt sich am offenen internationalen Wettbewerb für ein Mahnmal in Auschwitz.
Später wird ein von ihm geschaffenes Ehrenmal für die Toten der beiden Weltkriege im Alten Kirchturm Büderich bei Düsseldorf eingeweiht.

Beuys heiratet die Kunstpädagogik-Studentin Eva-Maria Wurmbach.

Foto: Joseph Beuys, Ehrenmahl für die Toten der beiden Weltkriege im Alten Kirchturm Büderich, 1958 (Detail)

(1) Vgl. Heiner Stachelhaus, Joseph Beuys, München 1988, S. 63. Vgl. Hartmut Kraft, Joseph Beuys, Intuition 1968, Entstehungsgeschichte, Interpretationen und Variationen eines Multiples, Dortmund 2021, S. 48, 54.

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Hochspannungs-Hochfrequenz-Generator und FOND II (10 Teile), 1968, in Raum 2

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