Organische Überreste
Materialeigenschaften:
Neben Fett, Filz und verschiedenen Lebensmitteln finden sich weitere organische Materialien in Block Beuys. In zahlreichen Vitrinen liegen Reste tierischen und menschlichen Ursprungs: Abfälle und Abgestorbenes, Tierknochen, Haare, Fingernägel, aufgehäufte Eierschalen sowie eine mumifizierte Ratte. Beuys irritiert damit bis heute.
Verwendung bei Beuys:
Nach Beuys' Auffassung muss sich der Mensch mit Tod, Vernichtung und Zerstörung auseinandersetzen und den Neubeginn aus sich selbst heraus wagen. Der Kreislauf des Lebens impliziert die eigene Sterblichkeit und Verwundbarkeit. Für Beuys war dieser Kreislauf eine anthropologische Konstante, die er als Aufruf zur stetigen Erneuerung interpretierte.
Biographische Bezüge:
Tierische Überreste zeugen von Beuys' großem Interesse an der Natur, mit der er sich seit seiner Kindheit intensiv beschäftigte. Ebenso faszinierten ihn Volksglauben oder mythische Rituale in vielen Kulturen.
Werke aus organischen Überresten (Auswahl)
»Hirschfüße«, 1963
Block Beuys, Raum 5, Vitrine 3